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Warum gibt es Förderkreise (FK)?

Privatpersonen können nicht direkt Mitglied der Genossenschaft Oikocredit werden. Sie treten stattdessen einem der acht deutschen Förderkreise bei, über den sie bei Oikocredit Geld anlegen. Das gilt auch für Vereine, Stiftungen und Gemeinden, die bei Oikocredit investieren.

Förderkreis Nordost
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Mitglieder von Oikocredit entscheiden bei Generalversammlung über Dividende

AMCC-IN-030.jpg16. 06. 2020 Die 44. Generalversammlung der internationalen Genossenschaft Oikocredit fand vergangene Woche im niederländischen Amersfoort unter dem Vorsitz der Aufsichtsrätin Maya Mungra, Surinam/Niederlande, statt. Die Teilnahme erfolgte per Web-Konferenz und mithilfe eines elektronischen Abstimmungssystems. Lesen Sie weiter

Quartalsbericht: Der Krise trotzen

Q1.png27. 05. 2020 Viermal im Jahr veröffentlicht Oikocredit die neusten „Fakten und Zahlen“. In diesem Beitrag bieten wir Hintergrundinformationen zum ersten Quartal 2020. Lesen Sie weiter

Oikocredit und Erneuerbare Energien – Ein Interview mit David ten Kroode

david-ten-kroode.jpg20. 05. 2020 Seit 2014 investiert Oikocredit auch in erneuerbare Energien. Wir werfen einen Blick auf die bisherigen Entwicklungen. Lesen Sie weiter

Unterstützung in schwierigen Zeiten: Oikocredit Stiftung richtet Coronavirus-Solidaritätsfonds ein

Coronavirus solidarity fund item.jpg12. 05. 2020 Viele Kleinunternehmen in Afrika, Asien und Lateinamerika kämpfen damit, Mittel zur Einhaltung der staatlichen Maßnahmen zur Bekämpfung der Ausbreitung des Coronavirus zu finden. Um diese Unternehmen zu unterstützen, hat die Oikocredit-Stiftung einen Coronavirus-Solidaritätsfonds eingerichtet. Lesen Sie weiter

Fragen und Antworten zu Oikocredit und der Corona-Pandemie

OikoStatement_nur Logo.jpg06. 05. 2020 Hier finden Sie Antworten zu aktuellen Fragen rund um Oikocredit und die Corona-Pandemie. Lesen Sie weiter

Oikocredit passt Dividendenvorschlag an

OikoStatement_nur Logo.jpg06. 05. 2020 Dividendenempfehlung für 2019 von 1 Prozent auf 0 Prozent angepasst. Lesen Sie weiter

Kurs halten – „mitten auf dem Ozean“

Dr Godwin.jpg05. 05. 2020 Die Corona-Pandemie und ihre gefährlichen Folgen halten die Welt in Atem. Oikocredits Partner in aller Welt sind davon auf unterschiedliche Weise betroffen. Sie begegnen der Krise im Kontext ihrer jeweils besonderen Situation. Für die Genossenschaft und alle an ihr Beteiligten aber gilt: Herausfordernde Situationen erfordern neues Denken auf vielen Ebenen. „Von Führungskräften lernen. #1Auf eine Tasse Kaffee mit...“ ist eine neue Reihe von Online-Begegnungen, die Oikocredit International gestartet hat. Lesen Sie weiter

Wechsel in Oikocredits Vorstand

laura-pool.jpg05. 05. 2020 Laura Pool, Direktorin für Finanzen und Risikomanagement, hat beschlossen, Oikocredit aus persönlichen Gründen zu verlassen, um eine berufliche Veränderung anzustreben. Sie wird ihre Position bis Ende des Jahres beibehalten. Lesen Sie weiter

Oikocredit vereinbart mit anderen Impact Investoren Coronavirus-Koordinationsprinzipien

MoU for Debt Refinancing coordination principles .png01. 05. 2020 Führende Impact Investoren vereinbaren Unterstützung des inklusiven Finanzsektors durch koordinierte Schuldenrefinanzierung. Lesen Sie weiter

Kaffee, Kakao und das Coronavirus

Hans Perk30. 04. 2020 Hans Perk, Regionaldirektor Afrika, spricht im Interview über die aktuellen Herausforderungen für Kaffee- und Kakaobäuer*innen. Lesen Sie weiter

Oikocredit-Partnerorganisation Norandino zu Gast auf dem Umweltfest Potsdam

Vielerorts im Hochland Nordperus nehmen die Kleinbauern von Norandino am Wiederaufforstungsprogramm ihrer Kooperative teil.Im Sommer 2014 fand die Oikocredit Generalversammlung im nordperuanischen Piura statt, dem Hauptsitz der Agrarkooperative Norandino, die im Bio-Sektor und Fairen Handel tätig ist. Sie ist seit 2006 eine Oikocredit-Partnerorganisation und wird aktuell mit einer Kreditlinie von 1,2 Mio. US-Dollar unterstützt. Damals hatten viele Delegierte Gelegenheit, Norandino näher kennenzulernen. Nun waren Geschäftsführer Raul Pintado und als ehrenamtlicher Vorsitzender der Kaffeebauer Klehber Cruz Zurita im Rahmen der Fairen Woche in Deutschland zu Gast. Mit Blick auf das diesjährige Motto „Gemeinsam für ein gutes Klima“ befragte sie Karl Hildebrandt vom Oikocredit Förderkreis Nordost am Rande des Umweltfests in Potsdam (Übersetzung: Ivan Guzman).

Was hat sich für Euch seit 2014 verändert?

Zu Norandino zählen inzwischen 3.500 kleinbäuerliche Mitglieder, die in acht Basiskooperativen in den sechs nördlichen Provinzen des Landes organisiert sind. Die Anbauschwerpunkte liegen weiterhin auf Kaffee, Kakao und Panela (Vollrohrzucker), der vollständig vor Ort hergestellt und verpackt wird. Wir sind dabei, eine eigene Kaffeeverarbeitungsanlage und -rösterei in Betrieb zu nehmen, um auch die Wertschöpfung bei uns zu erhöhen. In den nächsten Jahren sollen möglichst Bananen als viertes Hauptprodukt unserer Mitglieder hinzukommen. Die Mittel von Oikocredit helfen uns, Innovationen und neue Geschäftsfelder voranzubringen.

Eure Arbeit als Genossenschaft läuft also gut?

Wir sind zufrieden, dass sich immer neue Kleinbauern und -bäuerinnen unserer Kooperative anschließen und dass wir mit unseren Partnern sichere Vertriebsstrukturen aufbauen konnten. Ohne den Mehrpreis des Fairen Handels und die dazugehörige Gemeinschaftsprämie könnten etwa unsere Kaffeebauern bei den stark gefallenen Weltmarktpreisen kaum überleben. Wir reden hier von Mehreinnahmen von derzeit 60 bis 80 % gegenüber dem konventionellen Markt.Ansonsten beschäftigen uns vor allem Folgen des Klimawandels

Von den Extremfolgen des Wetterphänomens El Niño in Nordperu konnte man 2017 sogar in Deutschland lesen.

Ja, Ende März 2017 brachte El Niñonach langer Dürre und Hitze extreme Starkregen und Überflutungen, so dass weite Teile unserer Wüstenstadt Piura in ungekannter Weise über Nacht überschwemmt wurden. Der Hauptsitz von Norandino samt der Zuckerabfüllfabrik wurde beschädigt und Panela-Vorräte zerstört. Die Schäden beliefen sich auf fast 200.000 US-Dollar. Bei den Bauernfamilien gab es vor allem Ausfälle im Kakaoanbau. Doch wir konnten als Genossenschaft die Folgen auffangen.

El Niño war ein dramatisches Einzelereignis, könnte man sagen. Doch nehmt ihr auch längerfristige Veränderungen war?

Absolut. Anbaumethoden, Wassermanagement und anderes mehr müssen angepasst werden. In den letzten Jahren haben wir zum Beispiel erlebt, wie durch Trockenheit und höhere Durchschnittstemperaturen in einigen Gebieten die Anbauhöhe für Kaffee von 1000 Meter über dem Meeresspiegel auf 1400 Meter gestiegen ist. Die Bauern waren gezwungen, neue Flächen zu erschließen und dabei auch teilweise bestehende Vegetation abzuholzen. Bereits 2008 haben wir ein Wiederaufforstungsprogramm für Pinien in noch höheren Regionen begonnen. Von angestrebten 500 Hektar konnten wir bereits 213 pflanzen.

Wie profitieren Kooperative und Bauern von dem Wiederaufforstungsprogramm?

Die neuen Wälder helfen die Böden zu stabilisieren und wir können Wasserreservoirs für die darunterliegenden Anbauflächen schaffen. Zudem werden dadurch bis zu 53.000 Tonnen Kohlendioxid-Emissionen ausgeglichen. Mit den Anpflanzungen bessern wir nicht nur unsere eigene Klimabilanz auf, sondern durch das Programm können wir auch CO2-Emissionszertifikate verkaufen, die für die Genossenschaft Mehreinnahmen bringen.

Klehber Cruz Zurita (links im Bild), Kaffeebauer und Vorsitzender der peruanischen Agrarkooperative Norandino sowie Raúl Pintado (rechts), Norandino-Geschäftsführer, auf dem Potsdamer Umweltfest mit Geschäftsführer Karl Hildebrandt (2. V. l.) und dem Ehre