Wählen Sie Ihre Region

Fenster schließen
West- deutscher FK FK Bayern FK Mittel- deutschland FK Nordost FK Niedersachsen - Bremen FK Nord- deutschland FK Baden - Württemberg FK Hessen - Pfalz

Warum gibt es Förderkreise (FK)?

Privatpersonen können nicht direkt Mitglied der Genossenschaft Oikocredit werden. Sie treten stattdessen einem der acht deutschen Förderkreise bei, über den sie bei Oikocredit Geld anlegen. Das gilt auch für Vereine, Stiftungen und Gemeinden, die bei Oikocredit investieren.

Förderkreis Nordost
Suche

Nachricht detail

„Ich suche das relativ gerechtere in dieser Welt.“

OIKO_Foerderkreis_9166_ICv2.jpg02. 11. 2019 Jörg Baumgarten hat 1979 den Westdeutschen Förderkreis mitgegründet und war die ersten sechs Jahre sein Vorsitzender. Wirtschaft und Ethik. Kirche und Geld. Ökonomische Gerechtigkeit. Handeln. Das sind seine Themen. „Ich komme aus einem mittelständischen Unternehmen“, sagt der Theologe. „Mein Vater hat sich 1949 im Werkzeughandel selbständig gemacht. Ich wusste früh, dass man mit konsequenter Arbeit und wirtschaftlichem Handeln auf die Beine kommen kann.“ Baumgarten initiierte den ersten Weltladen in Köln und gründete das Institut für Ökonomie und Ökumene „Südwind“ mit. Er lebt in der in der Nähe von Bonn. Lesen Sie weiter

„Geld ist ein spannender Anknüpfungspunkt, um über die Welt zu reden.“

OIKO_Foerderkreis_8710_ICv2.jpg31. 10. 2019 Anna Bündgens bezeichnet sich selbst als „Spätzünderin“, was ihr soziales und politisches Engagement angeht. Lange war ihr Plan, alte Handschriften zu transkribieren und wissenschaftlich aufzubereiten. Im Masterstudium „Interdisziplinäre Mittelalterstudien“ merkte sie, dass ihr die Lebensnähe fehlte und beschloss: „Ich will etwas gesellschaftlich Relevantes machen.“ Ab 2016 arbeitete Anna Bündgens in Münster als Campaignerin und später als Ehrenamts-­Koordinatorin für den Westdeutschen Förderkreis, zog Anfang 2019 nach Berlin und ist dort für „Transparency International Deutschland“ tätig. Lesen Sie weiter

Mehr Einkommen für die Landbevölkerung: Engagement für Honig und Nüsse made in Kenia

24-7_GREEN-KE-09_ICv2[1].jpg08. 10. 2019 Honig, Bienenwachs, Erdnüsse: In diesen Produkten steckt viel Potenzial, um die Lebensbedingungen von Kleinbäuer*innen in Kenia zu verbessern. Oikocredit-Partner Greenforest Foods engagiert sich ebenso beharrlich wie nachhaltig für die lokale Produktion und die Entwicklung von Wertschöpfungsketten in dem ostafrikanischen Land. Lesen Sie weiter

GUTES GELD on Tour 2019

24-7_GREEN-KE-09_ICv2[1].jpg22. 09. 2019 Athanas Matheka, Geschäftsführer unserer Partnerorganisation Greenforest Foods, kommt vom 08.10.-18.10.2019 zu Gast nach Europa. Wir freuen uns auf fünf spannende Abende mit ihm in Deutschland. Lesen Sie weiter

Interview: Oikocredits Wirkungsbericht 2019 - Gemeinsamer Blick aufs Wesentliche mit Ging Ledesma

Ging-Ledesma-web.jpg17. 09. 2019 Wir sprachen mit Ging Ledesma, Direktorin Soziale Wirkung und Innovation bei Oikocredit, darüber, was hinter den Zahlen in unserem Wirkungsbericht 2019 steckt. Lesen Sie weiter

Bridging the Gender Gap

Irene Valdez.jpg26. 08. 2019 Wie mit einfachen Techniken die Kluft zwischen den Geschlechtern über-brückbar wird, Männer sich an Waschmaschine und Elternabende gewöhnen und Frauen erfolgreiche Schweinezüchterinnen werden. Ein Bericht aus der Praxis des Capacity Building bei Oikocredit Lesen Sie weiter

Erschwingliche Wohnbaudarlehen für Familien mit niedrigem und mittlerem Einkommen in Kambodscha

10. 08. 2019 Sothany Chun ist Geschäftsführerin des Oikocredit-Partners First Finance, einem Finanzinstitut, das Wohnbau- und Sanierungsdarlehen für Menschen mit niedrigem und mittlerem Einkommen in Kambodscha bereitstellt. Wir haben mit ihr über ihren Hintergrund und die Arbeit von First Finacne gesprochen. Lesen Sie weiter

"Ich glaube an das Genossenschaftsprinzip, an Hilfe zur Selbsthilfe"

OIKO_Foerderkreis_7654_ICv2.jpg04. 07. 2019 Margarida Santos (50) zog 2011 von Luxemburg nach München, wurde 2014 Anlegerin bei Oikocredit und stieg sofort als Ehrenamtliche dort ein. Santos ist Kommunikations- und Marketingmanagerin und hatte zuvor zehn Jahre in Luxemburg in der Immobilienbranche gearbeitet. „Als ich nach Deutschland kam, habe ich nach einer Möglichkeit gesucht, Geld sozial verantwortlich im Mikrofinanzbereich anzulegen und mich ehrenamtlich zu engagieren. Luxemburg ist Finanzstandort, da gibt es jede Menge Mikrofinanzfonds, aber da ging’s nur um Rendite, das kam für mich nicht infrage“, sagt sie. Heute ist Margarida Santos als zweite Vorsitzende des Oikocredit-Förderkreises Bayern auch national und international unterwegs. Lesen Sie weiter

Oikocredits Generalversammlung beschließt Dividende und wählt neuen Aufsichtsrat

AGM-2019-cropped.jpg26. 06. 2019 Vom 17. bis 20. Juni 2019 trafen Vertreter*innen von Oikocredits Mitgliedsorganisationen sowie Oikocredit-Mitarbeiter*innen zur jährlichen Generalversammlung im niederländischen Hoofddorp zusammen. Lesen Sie weiter

Oikocredit investiert in lateinamerikanischen Kaffeehändler Caravela

22. 05. 2019 22. Mai 2019 Frankfurt am Main, Deutschland - Der soziale Kreditgeber Oikocredit hat eine Investition in das Unternehmen Caravela Coffee abgeschlossen. Caravela ist ein lateinamerikanischer Kaffeehändler, der Qualitätskaffee nach den Prinzipien des Direkthandels bezieht. Lesen Sie weiter

Oikocredit-Partnerorganisation Norandino zu Gast auf dem Umweltfest Potsdam

Vielerorts im Hochland Nordperus nehmen die Kleinbauern von Norandino am Wiederaufforstungsprogramm ihrer Kooperative teil.Im Sommer 2014 fand die Oikocredit Generalversammlung im nordperuanischen Piura statt, dem Hauptsitz der Agrarkooperative Norandino, die im Bio-Sektor und Fairen Handel tätig ist. Sie ist seit 2006 eine Oikocredit-Partnerorganisation und wird aktuell mit einer Kreditlinie von 1,2 Mio. US-Dollar unterstützt. Damals hatten viele Delegierte Gelegenheit, Norandino näher kennenzulernen. Nun waren Geschäftsführer Raul Pintado und als ehrenamtlicher Vorsitzender der Kaffeebauer Klehber Cruz Zurita im Rahmen der Fairen Woche in Deutschland zu Gast. Mit Blick auf das diesjährige Motto „Gemeinsam für ein gutes Klima“ befragte sie Karl Hildebrandt vom Oikocredit Förderkreis Nordost am Rande des Umweltfests in Potsdam (Übersetzung: Ivan Guzman).

Was hat sich für Euch seit 2014 verändert?

Zu Norandino zählen inzwischen 3.500 kleinbäuerliche Mitglieder, die in acht Basiskooperativen in den sechs nördlichen Provinzen des Landes organisiert sind. Die Anbauschwerpunkte liegen weiterhin auf Kaffee, Kakao und Panela (Vollrohrzucker), der vollständig vor Ort hergestellt und verpackt wird. Wir sind dabei, eine eigene Kaffeeverarbeitungsanlage und -rösterei in Betrieb zu nehmen, um auch die Wertschöpfung bei uns zu erhöhen. In den nächsten Jahren sollen möglichst Bananen als viertes Hauptprodukt unserer Mitglieder hinzukommen. Die Mittel von Oikocredit helfen uns, Innovationen und neue Geschäftsfelder voranzubringen.

Eure Arbeit als Genossenschaft läuft also gut?

Wir sind zufrieden, dass sich immer neue Kleinbauern und -bäuerinnen unserer Kooperative anschließen und dass wir mit unseren Partnern sichere Vertriebsstrukturen aufbauen konnten. Ohne den Mehrpreis des Fairen Handels und die dazugehörige Gemeinschaftsprämie könnten etwa unsere Kaffeebauern bei den stark gefallenen Weltmarktpreisen kaum überleben. Wir reden hier von Mehreinnahmen von derzeit 60 bis 80 % gegenüber dem konventionellen Markt.Ansonsten beschäftigen uns vor allem Folgen des Klimawandels

Von den Extremfolgen des Wetterphänomens El Niño in Nordperu konnte man 2017 sogar in Deutschland lesen.

Ja, Ende März 2017 brachte El Niñonach langer Dürre und Hitze extreme Starkregen und Überflutungen, so dass weite Teile unserer Wüstenstadt Piura in ungekannter Weise über Nacht überschwemmt wurden. Der Hauptsitz von Norandino samt der Zuckerabfüllfabrik wurde beschädigt und Panela-Vorräte zerstört. Die Schäden beliefen sich auf fast 200.000 US-Dollar. Bei den Bauernfamilien gab es vor allem Ausfälle im Kakaoanbau. Doch wir konnten als Genossenschaft die Folgen auffangen.

El Niño war ein dramatisches Einzelereignis, könnte man sagen. Doch nehmt ihr auch längerfristige Veränderungen war?

Absolut. Anbaumethoden, Wassermanagement und anderes mehr müssen angepasst werden. In den letzten Jahren haben wir zum Beispiel erlebt, wie durch Trockenheit und höhere Durchschnittstemperaturen in einigen Gebieten die Anbauhöhe für Kaffee von 1000 Meter über dem Meeresspiegel auf 1400 Meter gestiegen ist. Die Bauern waren gezwungen, neue Flächen zu erschließen und dabei auch teilweise bestehende Vegetation abzuholzen. Bereits 2008 haben wir ein Wiederaufforstungsprogramm für Pinien in noch höheren Regionen begonnen. Von angestrebten 500 Hektar konnten wir bereits 213 pflanzen.

Wie profitieren Kooperative und Bauern von dem Wiederaufforstungsprogramm?

Die neuen Wälder helfen die Böden zu stabilisieren und wir können Wasserreservoirs für die darunterliegenden Anbauflächen schaffen. Zudem werden dadurch bis zu 53.000 Tonnen Kohlendioxid-Emissionen ausgeglichen. Mit den Anpflanzungen bessern wir nicht nur unsere eigene Klimabilanz auf, sondern durch das Programm können wir auch CO2-Emissionszertifikate verkaufen, die für die Genossenschaft Mehreinnahmen bringen.

Klehber Cruz Zurita (links im Bild), Kaffeebauer und Vorsitzender der peruanischen Agrarkooperative Norandino sowie Raúl Pintado (rechts), Norandino-Geschäftsführer, auf dem Potsdamer Umweltfest mit Geschäftsführer Karl Hildebrandt (2. V. l.) und dem Ehre